Unsere Schule

Pädagogisches Konzept

Dauerhaft soll unsere reformpädagogische Schule als Grundschule mit Orientierungsstufe (Klassenstufe 1-6) ihre Türen für bis zu 40 Kinder öffnen. Träger ist der gemeinnützige Verein „Geborgen Leben e.V.“

Unsere Idee

An unserer Schule bieten wir Kindern ein individuelles, freudvolles und eigenverantwortliches Lernen in einer harmonischen Gemeinschaft. Dabei ist es uns wichtig ihnen in einer sicheren und anregenden Umgebung die Möglichkeit zur freien persönlichen Entfaltung zu geben. Dabei geht es uns vor allem darum, dass Kinder ihr Lernen individuell und
selbstbestimmt gestalten und ihre persönlichen Interessen und Talente einbringen dürfen. Gleichzeitig findet Lernen an unserer Schule kooperativ und gemeinschaftlich statt. Die Kinder planen gemeinsame Projekte, inspirieren sich gegenseitig durch ihre Arbeiten und lernen mit Freude von- und miteinander.

„Eigentlich braucht jedes Kind drei Dinge: Es braucht Aufgaben, an denen es wachsen kann, es braucht Vorbilder, an denen es sich orientieren kann und es braucht Gemeinschaften, in denen es sich aufgehoben fühlt.“

(Prof. Dr. Gerald Hüther)

Wir gehen dabei von der Gleichwürdigkeit von Kindern und Erwachsenen im Sinne von Jesper Juul aus und vertrauen den Kinder nach dem Vorbild von Maria Montessori als „Baumeister ihrer Selbst“ ohne dabei die Verantwortung der Erwachsenen aus dem Blick zu verlieren. Wir sind überzeugt, dass jedes Kind von Natur aus gerne lernt, wenn es passende und förderliche Rahmenbedingungen vorfindet. Diese Rahmenbedingungen entstehen unserer Meinung nach in einem ausgewogenen Gleichgewicht aus Halt gebender Struktur und individueller Freiheit sowie vertrauensvollen Beziehungen und anregenden Lernangeboten. Sichere Bindungen und vertrauensvolle Beziehungen zu den Erwachsenen und verlässliche Strukturen im Tagesablauf sowie eine übersichtlich und anregend gestaltete Lernumgebung geben den Kindern den nötigen Halt, um die Freiheit, ihre Arbeiten frei wählen und ihren eigenen Fragen im Unterricht nachgehen zu dürfen, wirklich nutzen zu können.

Freinetpädagogik

Wir gestalten unsere Schule dabei insbesondere nach den Ideen des französischen Pädagogen Célestin Freinet, der in den 1920er Jahren in Frankreich die Idee der „École modern“ entwickelte und nach dessen Vorbild seitdem eine Vielzahl von Schulen ausgerichtet wurden. Angelehnt an die Freinetpädagogik steht bei uns selbstbestimmtes Lernen aus einer intrinsischen Motivation heraus, anschauliches Verstehen, forschendes Entdecken, handelndes Lernen und eine ganzheitliche Betrachtung der Welt im Vordergrund. Dabei ermöglicht dieser Ansatz gleichzeitig jedem Kind einen individuellen Lernweg sowie kooperatives Lernen in einer stabilen Gemeinschaft. Die Kinder gestalten ihr gemeinsames Klassenleben demokratisch und planen Lernvorhaben gemeinsam.

Der Austausch über das Lernen und die Präsentation von Lernvorhaben erhält dabei einen hohen Stellenwert. Lernen verstehen wir dabei nicht als rein kognitiven Prozess, sondern
als ein Zusammenspiel von emotionalen, sensorischen, kognitiven und körperlichen Erfahrungen. Es geht nicht um die bloße Wissensaneignung, sondern darum, sich ganzheitlich mit selbstgewählten Herausforderungen auseinanderzusetzen. Erkenntnisse der Neurobiologie zeigen dabei, dass nachhaltiges Lernen dann passiert, wenn das Gelernte als sinnvoll
wahrgenommen und der Prozess der Auseinandersetzung als freudvoll empfunden wird. Lernen findet in der Freinetpädagogik soweit möglich am realen Objekt anstatt rein theoretisch statt. Handelndes und entdeckendes Lernen sowie sinnliche Aneignung sollen insbesondere für jüngere Kinder ein tiefes Verständnis der Inhalte ermöglichen als ein
rein kognitiver Zugang. Dabei verstehen wir Lernen als ganzheitlichen Prozess, der sich nicht immer in bestimmte Fächer zerlegen lässt.

Sicherheit durch rhythmische Strukturen

An unserer Schule rhythmisieren wir den Tagesablauf daher so, dass er viel Raum für fächerverbindendes Lernen ermöglicht und gleichzeitig den Kompetenzerwerb in den Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen sicherstellt. Das Erlernen des Schreibens und Lesens erfolgt dabei entsprechend der Ideen von Freinet insbesondere in echten
Kommunikationssituationen. Die Kinder erleben die Sinnhaftigkeit des Schreiben- und Lesenlernens durch das Schreiben von Briefen, durch Korrespondenzen untereinander und mit anderen Menschen, durch Versuchsprotokolle und Ähnlichem sowie durch das Schreiben eigener Texte zu selbstgewählten Themen, die dann in einer gemeinsam erstellten
Klassenzeitung veröffentlicht werden. Die Kinder erfahren Lesen und Schreiben so von Anfang an als sinnhafte und erstrebenswerte Fähigkeit, um sich mitzuteilen und mit anderen Menschen in Kontakt zu sein.

Ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung

Die kindliche Entwicklung betrachten wir dabei als ganzheitliche Entfaltung ihrer einzigartigen Persönlichkeit und wollen Kinder nicht auf in Noten ausgedrückte Leistungen in einzelnen Fächern reduzieren. Unsere Schule gestalten wir daher als einen Ort der Freude, Wärme und Geborgenheit, an dem sich alle wohl fühlen. Dabei ist uns die emotionale
Gesundheit der Kinder ein ganz besonderes Anliegen und wir wollen insbesondere auch hochsensiblen Kindern einen geschützten Bereich bieten, in dem sie sicher und entspannt ihren Weg ins Leben finden dürfen. An unserer Schule etablieren wir gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg als natürliche Umgangsform und bieten den Kindern damit die Basis für ein friedfertiges, wertschätzendes und kooperatives Miteinander in unserer Gesellschaft. Wir verstehen unsere Schule als Ort der gelebten und gefühlten Gemeinschaft, der Zugehörigkeit und des Vertrauens.

Weitere Impulsgeber

Unsere Arbeit orientiert sich dabei neben der Freinetpädagogik auch an Elementen aus der Montessori-, Waldorf-, Natur- und Erlebnispädagogik sowie Ideen von Rebecca Wild, Emmi Pikler und Elfriede Hengstenberg. Eine weitere große Inspiration stellen für uns der Blick von Jesper Juul auf Kinder und die neurobiologischen Erkenntnisse zu erfolgreichem
Lernen von Gerald Hüther und Manfred Spitzer dar.

Lerngruppen

Bei uns dürfen die Kinder in zwei altersgemischten Stammlerngruppen mit jeweils ca. 20 Kindern von- und miteinander lernen. Dabei bilden die Klassenstufen eins bis drei und vier bis sechs jeweils eine Stammlerngruppe. Jede Gruppe hat eine feste Bezugslehrerin bzw. einen festen Bezugslehrer und einen Gruppenraum, der gemütlich und einladend gestaltet ist. Dabei ist der Gruppenraum in verschiedene Themenecken gegliedert und lädt die Kinder so durch anregendes Material zum Lernen ein. Innerhalb der Themenecken werden die Arbeitsmaterialien thematisch sortiert für die Kinder angeboten werden. Neben den Stammgruppenräumen gibt es weitere Themenräume für Bewegung, Kunst, Theater, Musik und
Forschen, so dass sich eine einladende Lernlandschaft ergibt, in der sich alle Kinder begegnen dürfen.

Selbstständigkeit

Das Lernen der Kinder findet überwiegend selbstständig durch die individuelle Arbeit an selbstgewähltem, aber didaktisch strukturiertem Freiarbeitsmaterial nach dem Konzept von Maria Montessori und selbstgewählten Forschungsvorhaben nach dem Freinetkonzept statt und wird durch gemeinschaftliche fächerverbindende Projekte und individuell zusammengestelltes Lernmaterial für jedes Kind ergänzt. Den Kindern soll dabei der Raum gegeben werden, möglichst oft ihre eigenen Interessen und Fragestellungen als Ausgangspunkt ihrer Arbeit zu wählen. Im Sinne der Freinetpädagogik ist uns neben der individuellen Entwicklung jedes Kindes das gemeinsame und kooperative Lernen der Gruppe wichtig. Die Kinder gestalten als Gruppe zunehmend eigenverantwortlich ihr Zusammenleben und ihr gemeinsames Lernen und regen sich gegenseitig zu neuen Arbeitsvorhaben an.

Leistungsrückmeldung

Um den Kindern ein bewertungsfreies Lernen und zugleich eine effektive Rückmeldung für die Gestaltung ihres Lernweges zu ermöglichen, erhalten die Kinder bei uns zusätzlich zu regelmäßigen Gesprächen mit den Bezugslehrerinnen und Bezugslehrern anstelle von Notenzeugnissen individuelle Entwicklungsbriefe und sie werden dabei unterstützt, ihre
eigenen Lernwege zunehmend selbständig in Form von Portfolios und Lerntagebüchern zu dokumentieren. Um den Kindern Sicherheit in Bezug auf den Erwerb der nötigen fachlichen Basis-Kompetenzen wie z.B. Rechtschreibung zu bieten, erhalten die Kinder individuelle Arbeitspläne, die ihnen helfen, ihr Arbeiten sinnvoll zu strukturieren.

Tagesablauf

Auch den Tagesablauf gestalten wir so, dass einerseits viel Freiheit im Arbeitsprozess möglich ist und trotzdem eine verlässliche zeitliche Struktur den Kinder Sicherheit bietet. Unser Tag ist rhythmisch strukturiert und gliedert sich in drei Lernzeiten. Eine offene Eingangsphase ermöglicht ein entspanntes Ankommen und lässt Raum für die individuelle Freiarbeit. Die Kinder starten somit nach ihren persönlichen Bedürfnissen in die erste Lernzeit, die insbesondere zur individuellen Vertiefung und zum Fertigstellen angefangener Arbeiten aber auch dem persönlichen Austausch mit den Lehrerinnen und Lehrern dient.
Im Anschluss starten wir mit einer Frühstückspause und einem Morgenkreis gemeinsam in den Tag. Hier werden Lernangebote und Arbeitsmaterialien vorgestellt und die Kinder planen, was sie sich für die zweite Lernzeit, die dem Erwerb der Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Mathematik gewidmet ist, vornehmen. Hierzu stehen ihnen viele verschiedene
Lernmaterialien in Form von Freiarbeitsmaterialien, Karteien, aber auch ausgewählten Lehrwerken und Arbeitsmappen zur Verfügung. So kann jedes Kind in seinem eigenen Tempo an eigenen Schwerpunktthemen ohne Konkurrenzkampf und Leistungsdruck lernen. Parallel erhalten die Kinder in Kleingruppen individuell gezielte Einführungen von den Lehrerinnen und Lehrern.
Die individuellen Arbeitspläne helfen den Kindern dabei, ihr Lernen zu strukturieren. Denn insbesondere beim Erlernen der Kulturtechniken ist bei aller Wahlfreiheit im zeitlichen und methodischen Rahmen die didaktische Strukturierung wichtig, um für alle Kinder eine tragfähige fachliche Basis zu garantieren.
Im Reflexionskreis können die Kinder der Gruppe präsentieren, womit sie sich an diesem Tag beschäftigt haben und erhalten Wertschätzung für ihre Arbeit und können andere Kinder durch ihre Ergebnisse inspirieren. Hierbei entsteht ein wertschätzendes Miteinander, in dem nicht der Vergleich untereinander sondern die Freude an der eigenen Entwicklung, der konstruktive Austausch miteinander und das Lernen voneinander im Vordergrund stehen.
Die dritte Lernzeit deckt die Fächer Musik, Kunst, Theater, Werken, Sport sowie die Natur- und Gesellschaftswissenschaften ab, indem hier unterschiedliche Projekte (z.B. Töpfern, Experimente mit Wasser, Nähen, Tanzen, Tischlerwerkstatt, Gemüseanbau usw.) in den Themenräumen und im Garten angeboten werden und die Kinder sich ihren Interessen
entsprechend einem Angebot zuordnen oder eigene Projekte durchführen können. Hier dokumentieren die Kinder ihre Arbeit zunehmend selbständig in Form von Portfolios und Lerntagebüchern.
Die Kinder aus der Gruppe der vierten bis sechsten Klassenstufe bleiben zwei- bis dreimal pro Woche noch für eine vierte Lernzeit, in der sie in angeleiteten Unterrichtseinheiten Themen vertiefen und selbständig eigene Projekte bearbeiten.
Ergänzend zu diesem ritualisierten Ablauf wird es viele Projekttage und Ausflüge zu außerschulischen Lernorten geben, die projektorientiertes und fächerübergreifendes Lernen ermöglichen.

Potenzialentfaltung

Bei allem ist es uns wichtig, dass die Kinder ihre eigenen Impulse, Fragestellungen und Ideen einbringen können und selbstbestimmt ihren Lernweg gehen, ohne dabei die fachlichen Anforderungen für die Vorbereitung auf die weiterführende Schule aus dem Blick zu verlieren. Es geht uns darum, dass alle Kinder ihr volles Potenzial entfalten können, indem sie bei uns durch aufmerksame Lehrerinnen und Lehrer mit individuell passendem Lernmaterial versorgt und fachlich wie emotional bei ihrer individuellen Entwicklung unterstützt werden. Dabei betrachten wir die Entwicklung der Kinder als ganzheitlichen Prozess von Körper, Geist und Seele, in dem kognitive, emotionale und körperliche Entwicklung nur gemeinsam betrachtet werden können. Unser oberstes Ziel ist es dabei, dass Kinder zu glücklichen Menschen heranwachsen, die Vertrauen in sich und die Welt haben und selbstbestimmt und
verantwortungsvoll ihren Lebensweg gehen.

Gemeinschaft

Auch die Verantwortung als Lerngemeinschaft für das Gelingen eines harmonischen Miteinanders erhält einen hohen Stellenwert. Im Sinne der Freinetpädagogik ist es uns wichtig, dass die Lerngruppen gemeinsam ihr Zusammensein gestalten. Hierzu gehört unter anderem, dass jedes Kind Aufgaben und Ämter übernimmt, die für das gemeinsame Leben und Lernen wichtig sind. Einmal pro Woche tagt – ebenfalls in Anlehnung an die Freinetpädagogik – der Klassenrat, einmal im Monat die Schulversammlung, der den Kindern Raum gibt, sich zu besprechen, zu planen, zu gestalten und Konflikte zu lösen.

Hochsensibilität

Wir wollen eine Schule für alle Kinder sein und hier ist jedes Kind in seiner ganzen Persönlichkeit herzlich willkommen. Gleichzeitig wollen wir an unserer Schule insbesondere hochsensiblen Kindern und Kindern mit besonderen emotionalen Bedürfnissen einen geschützten Raum geben, in dem sie gleichzeitig sowohl ein hohes Maß an Sicherheit durch verlässliche Beziehungen und überschaubare Strukturen als auch größtmögliche persönliche Freiheit erleben können.

Gleichwürdigkeit

An unserer Schule folgen wir der von Jesper Juul beschriebenen Idee der Gleichwürdigkeit von Kindern und Erwachsenen und etablieren dementsprechend eine Kommunikation auf Augenhöhe zwischen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern. Wir verstehen Kinder im Sinne Maria Montessoris als kompetente „Baumeister ihrer Selbst“ und bringen ihnen das Vertrauen entgegen, dass sie immer ihr Bestes geben, um sich optimal zu entwickeln. Gleichzeitig ist uns wichtig zu betonen, dass die Erwachsenen die Verantwortung für das Schaffen einer in allen Aspekten lernförderlichen Umgebung tragen.

Lebensnahes Lernen

Wichtig ist uns dabei das lebensnahe Lernen, weshalb wir uns mit Betrieben und Experten aus der Region vernetzen, die den Kindern in praxisorientierten Projekten, Kursen, Praktika und Exkursionen eine breite Vielfalt an lebensnahen Themengebieten anbieten. Insbesondere der Besuch vielfältiger außerschulischer Lernorte (Wald, Bauernhof, Handwerksbetriebe, Künstlerateliers usw.) soll Leben und Lernen an unserer Schule von Anfang an verzahnen.

Natur

Das Lernen in, von und mit der Natur ist uns ein weiteres zentrales Anliegen. Wir wollen gemeinsam Gemüse anbauen, Pflanzen und Tiere bestimmen und naturwissenschaftliche Phänomene draußen selbst untersuchen, anstatt nur von ihnen in Büchern zu lesen. Zudem soll auch draußen eine Bewegungslandschaft in Form eines naturnahen Spielplatzes entstehen. Wir möchten auch  Permakulturprojekte in der näheren Umgebung als Kooperationspartner gewinnen, die den Kindern den Bezug zum Kreislauf der Natur fundiert näher bringen wollen. Wir wollen viel Zeit in der Natur verbringen, weil sie nachweislich eine gesunde kindliche Entwicklung fördert. Außerdem ist es eine zentrale Notwendigkeit unserer Zeit, Kindern wieder die Möglichkeit zu bieten, sich mit der Natur zu verbinden, ihre Schönheit zu erfahren und sich als Teil einer einzigartigen und schützenswerten Erde zu begreifen. Denn nur, wer die Natur liebt und sich mit ihr verbunden fühlt, wird sich dafür einsetzen, sie zu schützen. Kindern möglichst viele positive Naturerfahrungen zu ermöglichen stellt für uns folglich einen entscheidenden Beitrag zur Lösung der aktuellen Umwelt- und Nachhaltigkeitskrise dar.

Einbindung in die Region

Wir wollen als Schule nicht isoliert von der Region existieren, sondern uns aktiv vernetzen und Gemeinschaft aufbauen. Insbesondere laden wir alle Interessierten ein, sich mit ihren Fähigkeiten an unserer Schule einzubringen. Dies soll insbesondere auch für die Eltern und Großeltern unserer Schülerinnen und Schüler gelten. Ein besonderes Herzensanliegen
ist es dabei für uns, auch ältere Menschen in unseren Schulalltag einzuladen, denn der Kontakt zwischen Jung und Alt ist mit Sicherheit für beide Seiten sehr bereichernd und kommt den natürlichen altersgemischten Lebens- und Lernformen in traditionellen Familien- und Dorfgemeinschaften nahe. So wollen wir eine starke Schulgemeinschaft bilden, die fest mit der Region und ihren Menschen verbunden ist und vielfältige Begegnungen ermöglicht. Insbesondere durch das gemeinsame Feiern von Jahreszeitenfesten in der Schulgemeinschaft und mit den Menschen aus der Region wollen wir uns noch stärker miteinander verbinden.

Weiterbildung

Zudem sollen in unseren Schulräumen auch Vorträge und Workshops zu verschiedenen pädagogischen Themen wie z.B. selbstbestimmte Bildung, bindungs- und bedürfnisorientierte Elternschaft, neurobiologische Grundlagen des Lernens, Gewaltfreie Kommunikation uvm. stattfinden. So wollen wir auch Erwachsenen Lernangebote machen und hoffen damit, Eltern und anderen Interessierten positive Impulse für ihr Leben anbieten zu können.

Co-Working-Arbeitsplätze

Um den Familien an unserer Schule den Alltag zu erleichtern, wollen wir in einem möglichen Schulgebäude (außerhalb der Schulräume) eine kleine Anzahl an Co-Working-Arbeitsplätzen anbieten. So können Mama oder Papa tageweise auch während der Schulzeit in direkter Nähe arbeiten, was die Bring- und Abhollogistik für einige Familien, die einen weiteren Fahrtweg haben, vielleicht erleichtern kann.

Aufnahme

Zum Start der Schule werden wir Kinder für die Klassenstufen 1 bis 3 aufnehmen. Ab dem zweiten Jahr nehmen wir nur noch Kinder für die Jahrgangsstufe 1 auf. Nur in Ausnahmefällen werden wir auch ältere Kinder aufnehmen.

„Die Aufgabe der Umgebung ist es nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren.“

Maria Montessori

Schulgeld

Da wir als Schule in freier Trägerschaft erst nach drei Jahren und dann nur ca. 85% der Kosten vom Land bezuschusst bekommen, werden wir ein Schulgeld erheben müssen. Dieses wird sich am Einkommem des Elternhauses orientieren.

Wir gehen von einem monatlichen Mindestbeitrag von 100,- EUR aus und kalkulieren zur Zeit mit durchschnittlich 170,- EUR pro Monat und Kind. Die genaue Beitragstabelle muss sicherlich auch nach Eröffnung noch angepasst werden, da diese auf das durchschnittliche Einkommen der dann angemeldeten Familien abgestimmt werden muss, um eine Finanzierung der Schule mit den durchschnittlichen 170,- EUR zu gewährleisten. Hinzu kommt voraussichtlich eine einmalige Aufnahmegebühr sowie eine jährliche Materialpauschale in jeweils ähnlicher Größenordnung.

Mittagessen

Ab dem zweiten Jahr nach der Gründung  soll ein Mittagessen für die Kinder angeboten werden. Da die Lerngruppe für die Klassenstufe 4-6 zusätzliche Stunden im Vergleich zu den jüngeren Jahrgängen hat, verlängert sich dadurch natürlich die Präsenzzeit in der Schule, so dass für ein Mittagessen gesorgt sein soll.

Elternschule & Begegnungsort

Unsere Schule ist nicht nur eine Schule für Kinder. Unsere Schule ist ein Begegnungsort, an dem jeder jedem begegnen kann, an dem man sich austauschen kann, an dem alle voneinander lernen dürfen, an dem offen und ehrlich gesprochen wird.

Ein Anliegen ist es für uns, dass unsere Schule ein Ort auch des Zusammenlebens ist. Dieses umfasst auch, dass wir gerne auch beratend für die Elterm da sind, um gemeinsam die Hürden des alltäglichen Lebens zu meistern. Nicht immer läuft alles reibungslos. Auch zwischen den Kindern und den Eltern kommt es manchmal zu Schwierigkeiten oder Überforderungen. Wenn gewünscht, schauen wir gemeinsam darauf und versuchen Wege zu finden, um das Miteinander noch schöner zu gestalten.